Das vermisse ich am Leben ohne Kinder

10/14/2015

Ja, es ist super schön mit drei kleinen Jungs. Ich möchte nichts von meinem Mama-Dasein hergeben. Die Kleinen versetzen mich immer öfter ins Staunen und haben so viel Liebe zu geben. Aber ein Haufen Arbeit ist es eben auch, mit den Pseudodrillingen.


Wenn ich manchmal so in meinem Hamsterrad drin stecke: übermüdet, genervt und gestresst vom vielen Quengeln, Streiten und nonstop-Windelwechseln kommen mir oft Gedanken, wie schön es doch früher war - ohne Kinder.

Fünf Dinge die ich am Leben ohne Kinder vermisse:

1. Termine:
Wie schön war das einfach mal so zum Ausspannen zur Kosmetikerin oder zur Massage. Klar, auch hier muss man sich an die eigenen Arbeitszeiten anpassen und meistens geht halt außer freitags oder samstags nichts. Trotzdem alles ohne Babysitter! Und dann einfach mal die Zeit vergessen und sich verwöhnen lassen. Ja, ich vermisse diese Beauty-Termine auf die ich mittlerweile nicht nur aus Zeit- sondern auch aus Geld-Gründen eher verzichte.

2. Fernseh-Gammel-Tage:
Es wird Herbst. Und wenn es sonntags so richtig ungemütlich draußen war, bin ich am liebsten den ganzen Tag vor dem Fernseher gelegen und hab von einer Doku zur nächsten gezappt. Und auch hier: einfach mal die Zeit vergessen. Das war das schönste Gefühl! Klar so furchtbar erfüllend sind diese Tage nicht - ich sagte ja schon, dass einem Kinder unheimlich viel geben. Aber dieses Driften im Nichtstun und völlig gedankenlose vor sich Hinstarren vermisse ich manchmal.

3. Sachen am Stück durchziehen:
Im Haushalt gibt es immer viel zu tun. Und am befriedigsten ist es dies am Stück, wenn es lange dauert, 1-2 Stunden durchzuziehen und dann fertig zu sein. Ich würde gerne mal wieder einen ganzen Vormittag das Bad putzen oder den Keller putzen und aufräumen. Aktuell sitze ich seit einer Woche an der Steuererklärung. Es kommt eben immer etwas dazwischen: Windel voll, aufgewacht, Hunger oder einfach Langeweile meiner lieben Kinder.

4. Hobbys:
Als ich noch Zeit hatte habe ich am liebsten jeden Abend genäht. Ich würde mir so gerne mal wieder was Nettes schneidern. Oder diverse Möbel weiß anstreichen. Oder meine selbst geschossenen Bilder bearbeiten und archivieren. So schöne Fotomotive wie im Moment hatte ich damals nicht, aber dafür hatte ich die Zeit etwas daraus zu machen: Fotogeschenke, Fotobücher und Präsentationen. Oder wenn an einem schönen kalten Herbsttag die Sonne lacht, habe ich mir schnell meine Laufschuhe angezogen und bin ne Stunde joggen gegangen. Ja, das fehlt mir - auch körperlich.

5. Urlaub:
Urlaub mit Kindern ist stressig. Ich verstehe jetzt was mein Vater immer meinte, wenn er schon auf der Fahrt in den Urlaub schimpfte: "Ich war das LETZTE mal mit euch im Urlaub." Als Eltern steht man unter so großer Anspannung: Habe ich alles dabei? Schlafen die Kinder gut? Gibt es Gefahrenquellen? Ist ihnen langweilig? Und muss sich dann noch selber in die neue Situation einfinden. Vor allem seit wir zu fünft sind, empfinde ich schon bei dem Wort Urlaub einen regelrechten Graus.
Ich vermisse es im Urlaub auszuschlafen, danach ausgiebig zu duschen und perfekt gestylt (für heutige Verhältnisse) zum fertig servierten Büffet zu schlappen. Während dem Essen zu überlegen was man am Tag so unternehmen will und am Ende mit vollem Bauch, nach ausgiebigem Frühstück (ohne Unterbrechungen) zu entscheiden, dass man es gemütlich angeht und zunächst an den Strand liegt und später vielleicht noch an den Pool. Zu dieser Unternehmung wird allerhöchstens eine kleine Tasche gepackt, aber eigentlich reicht ein Handtuch.... (keine drei Wickeltaschen, Getränke und Verpflegung). Und dann mal wieder Zeit zu zweit. Ehrlich gesagt, weiß ich schon gar nicht mehr wie man das buchstabiert... Oder mal wieder nen tollen Städte-Trip machen: von morgens bis Abends Kultur, Sight-Seeing oder Shopping. Hach....

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