Traurige Realität in Syrien und anderen Bürgerkriegsgebieten

8/25/2015

Diese Woche KANN ich nichts schreiben! Kein Kinderfurz, Waldspaziergang oder Kinderwagentest ist es (im Moment) wert hier nieder geschrieben zu werden. Ich habe heute das Video eines Germanistikstudenten (Hubertus Koch) gesehen, der in ein Flüchtlingslager in Syrien gereist ist, um endlich für viele die Lüge der "Sozialschmarotzer" zu widerlegen. Seit ich dieses Video gesehen habe, denke ich an nichts anderes mehr! "Kinder ziehen Kinder groß" 
Das eindringlichste Bild für mich war das eines Säuglings in den Armen einer nicht mal 6-Jährigen. 

Der Beitrag des Studenten macht mich traurig und ich kann nicht nachvollziehen, wie man so von Hass verseucht sein kann um sich vor Flüchtlingsunterkünfte zu stellen und die armen Menschen am Einzug hindern kann oder sogar Flüchtlingsunterkünfte anzündet.

Das mag jetzt vielleicht wieder nach Stammtischpolitik a la Til Schweiger klingen, ABER:
Was ist da in Ostdeutschland eigentlich los? Haben wir Wessis uns vor 26 Jahren auch an die Mauer gestellt und geschrieen, dass ihr wieder abhauen sollt? Mit offenen Armen sind sich Menschen aus Ost und West in Berlin beim Fall der Mauer begegent. Wildfremde Menschen küssten sich und nahmen sich in den Arm. Die Freude war groß.

Die Menschen die aus ihrem Heimatland vertrieben wurden haben NICHTS. Oft nicht einmal ihre Familie. Als die innerdeutschen Grenzen geöffnet wurden gab es in der ehemaligen DDR nicht NICHTS. Und trotzdem gab es Willkommensgeld und bis heute gibt jeder deutsche Bürger einen Teil seines Gehalts - den Soli - für den Aufbau Ostdeutschlands ab.

Micht macht es extrem wütend zu sehen, wie dumpfer Pöbel in Heidenau oder Freital grölt und vergrault und schlicht und einfach vergessen hat vorher er stammt und wo seine Wurzeln sind. Wie kann man denn aus der Geschichte so wenig gelernt haben?!

So, ich konnte nicht anders. Ja, ich weiß - Familienblog und so... Aber ich hab halt auch Politik studiert (auch wenn ich eigentlich nicht stolz drauf bin).

Hier noch der der Hinweis auf die Aktion „Blogger für Flüchtlinge“. Es ist wichtig, dass jeder seine Meinung zur Hetze gegen Flüchtlinge und persönliche Erfahrungen kundtut, um rechtsextremistischen Beiträgen gegen Asyl-Suchende keine Lobby zu geben. Wer helfen will: außerdem Fundraising unter betterplace.org.

Oder einfach bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung anrufen und fragen, wie man ankommenden Flüchtlingen helfen kann bzw. welche Sachspenden noch benötigt werden.

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